Opti-Sommercamp 2010 oder
Wie viele Kinder braucht man um einen Opti zu kentern?
Geschrieben von: Sinikka Honnef
Wie schon so oft fand auch in diesem Jahr in den Sommerferien vom 7.7. bis 10.7.10 ein Optitrainingslager im SVSt statt.
Kinder aus alle möglichen Vereinen packten die Segeltasche, ihren Opti und ein Kuscheltier ein und fuhren in den SVSt, um ihr Zelt auf der großen Wiese aufzuschlagen.
So viele Optis hatte der SVSt schon lange nicht mehr gesehen und umso erstaunlicher war es, dass Kinder, Optis und Zelte alle einen gemütlichen Platz fanden.
Zum Abend hin, nach gemeinsamen Grillen mit den Eltern und Fußball WM gucken, fuhren die Eltern nach Hause und die Kinder verkrümelten sich in ihre Zelte und den Schlafsack.
Denn jeder wusste, erst am nächsten Morgen würde es spannend werden!
Viel zu früh am nächsten Morgen krochen die Kinder aus ihren Zelten und weckten die Trainer, die schon glaubten eine ganze Wildschweinbande renne durchs Lager.
Jeder Morgen begann mit Frühsport bei Oscar. Einmal bis zur „Alten Liebe" Joggen, gemeinsam ein paar Übungen machen und zurück. Und schon rissen sich manche um den Küchendienst, denn wer Küchendienst hatte blieb zurück und half dabei das Frühstück für die hungrige Meute aus 28 Kindern vorzubereiten.
Nach der Frühstücksschlacht wurden die Gruppen eingeteilt. Oscar und Bianca übernahmen die Regattagruppe, Bea und Manu die Fortgeschrittenen und Claudia und Sini die Anfänger.
Der Plan war am Vormittag ein paar Stunden raus auf Wasser zu fahren und dann zum Mittagessen wieder rein zu kommen und nach ein bisschen Zeit zum Toben, schwimmen und Ball spielen, eine zweite Segelrunde auf der Havel zu drehen.
Aber der Wind hatte andere Pläne und bei spiegelglattem Wasser und absoluter Flaute lohnte sich nur Kentertraining. Es wurde viel geplanscht, gelacht und Optis umgekippt, bis die ersten Vorbereitungen fürs Abendessen getroffen werden mussten.
Der Küchendienst verschwand hinter Gemüsebergen, während die anderen Kinder ihre Trainer zu einem Fußballspiel herausforderten. Andere wollten lieber von Richard, der überall da einsprang, wo er den Trainern helfen konnte, Origamitiere falten lernen.
Nach dem Abendessen ging es ins Bett und die meisten Kinder schliefen auch sofort ein. Es war ja auch ein anstrengender Tag.
Auch die nächsten Tage wollte der Wind nicht immer so wie wir und so veranstalteten die Mädels spontan eine Modenschau und es wurde ein sehr lustiger Nachmittag. Es wurden Top-Model gewählt und Akrobatikübungen bewundert.
Doch ein Highlight stand ja noch aus. Die Nachtfahrt!
Auf zwei Motorbooten verteilt starteten die Kinder nach Sonnenuntergang zu ihrer Nachtfahrt. Die Havel sah plötzlich ganz anders aus und die roten und grünen Tonnen waren auch nicht mehr zu sehen! Dafür aber ganz viele Sterne und noch mehr bunte Lichter am Ufer und auf dem Wasser. Dann lieferten sich plötzlich die beiden Motorboote ein Kopf an Kopf Rennen und sprangen über die Wellen des anderen. Es wurde geschrien und gelacht und am Ende fielen alle müde aber glücklich in ihre Zelte. Doch schon am nächsten morgen fand die Abschlussspiele-Regatta statt. Natürlich fehlte und auch hierfür der Wind, doch so schnell gaben wir uns nicht geschlagen! Mit Surfbrettern wurde um die Wette gepaddelt, geschwommen und gelaufen, bis wir eine Siegergruppe hatten und reichlich Gummibärchen verteilt worden waren.
Wie immer geht so ein Sommerlager viel zu schnell zu Ende und schon standen da die Eltern mit Kuchen und Säften und halfen die Optis zu verladen und die Zelte zu verpacken. Es gab ein gemütliches Abschiedsessen und alle Kinder und Trainer bekamen ein schickes hellblaues Opticamp 2010 T-Shirt. Darauf war ein kleiner Opti, der in den Sonnenuntergang segelt.
Doch der Abschied war nur halb so schlimm, denn jeder weiß das nächste Sommertrainingslager ist ja gar nicht mehr so lange hin. |